Archiv für Dezember, 2007

Prosit kommt von Prost!

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Poetry bei Dezember 31, 2007 von ludowika

Quisquid ad me dixit:

„Wein ist nicht die Antwort.“

Respondeo:

„Auf Wein ist immer Verlass.

Merk dir das!“

So benehm’ ich deiner

Veröffentlicht in Gestört, Poetry bei Dezember 25, 2007 von ludowika

Ich stahl dir deine Träume.

Nimm mir meine Vernunft, wenn ich noch denken kann,

Sehe ich

Alles was dich bedrückt.

Im lauen Hain besang ich Gnaden deiner.

Falls jeder und all her was träumt.

So benehm’ ich deiner.

Ich schäme mich so sehr.

Für alles, was du gesagt.

Wenn ich daran denke,

Hüll’ ich meinen Kopf in Leinen,

Damit du mich nicht denken hörst.

So schluchzte ich mit Flehen.

Doch auch meine Träume hast du nicht erhört.

Drum schlaf ich fest in deinen Sinnen

Und trage Nächte im Portmonee.

Vielleicht,

Eines Tages,

Eines Nachts,

Wirst auch du die Grillen hören

Und die Nachtigall sehen,

Die dir stumm den Schnabel hebt.

Dann besinge ich die Gnaden meiner.

Hülle deinen Kopf in Leinen.

So benehm’ ich deiner.

© Ludowika

FeuerROT

Veröffentlicht in Gestört, Photography, Poetry bei Dezember 18, 2007 von ludowika

Ich treibe als Strandgut…

Nur trockene Glut.

“Da treibt sie die Fracht!

Seht an!

Packt sie!

Schaut her!

Da treibt sie’s im Meer!”

Da wirft mich der Maat zu Strande.

Ich trockne im heißen Sande.

Die Nachtluft mich zum Schaudern bringt

Und der Funke in mein Auge springt,

Damit ihr hämisch am Lagerfeuer singt.

Ich bin das Feuer.

Ich bin die Glut.

Ich bin bald tot.

Feuerrot.

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© Ludowika

Weißgottwiesehr

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Dezember 17, 2007 von ludowika

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Wenn ich jetzt sterben würde,

Das wäre nicht schlimm.

Es wär’ für die Welt nur ein Gewinn.

Wenn ich jetzt vergehen würde,

So käme die Sonn’ an mein Bett.

Sie legte sich nieder und sang mir ein Lied,

Weil ich gar so früh verschied.

Ich höre die Stimme.

Ich höre den Klang.

Ich höre die Qual in ihrem Gesang.

Ich weiß es ist Zeit.

Ich weiß ich muss gehen.

Drum’ werde ich den Sinn ihrer Worte nie verstehen.

Ich lasse fallen

Nadel und Faden

Und ertrage fürstlich

Den menschlichen Schaden.

Wenn ich jetzt treiben würde,

Wär’ ich allein.

Meine Gedanken

Und der liebliche Wein.

Wenn ich jetzt sterben würde,

Ach, das wär’ gemein!

Die Zeit ist doch schön

Es gibt keinen Grund so schnell zu vergehn’.

Du und ich.

Wir hielten uns wie einst im Wald.

Der Jäger mit seiner Flinte im Halt.

Ich schützte dich,

Du wärmtest dich.

Wenn ich jetzt sterben würde,

So würde ich sehen

Wie es ist, im Guten zu gehen.

Drum bitt’ ich:

„Legt an!“

Damit ich weiß, dass man auch schön sterben kann.

Der Wamst wär’ blutrot

Und ich wäre tot.

Drum flehe ich

Weißgottwiesehr

Gebt mir Zeit.

Ein bisschen Zeit.

Gebt mir mehr!

© Ludowika

Wein zu Wasser

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Dezember 16, 2007 von ludowika

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Falte deine Hände,

Öffne deinen Mund!

Was hier nicht verköstigt wird,

Endet im Äbtissinnenschlund:

Wasser zu Wein.

Was noch nicht ist

Kann ja bald sein.

Drum zügle dich, du wildes Biest,

Bevor du mir den Rausch vermiest!

Wein zu Wasser.

Es wird nicht enden.

Darum wirst du deine Zeit verschwenden.

Leib zu Brot.

Alles endet mit

landweinrot.

Leg dich hin

Und spreiz’ die Beine

Ich lege dich an die lange Leine.

Brot zu Leib.

Wenn ich mich am Tabernakel reib’

Dann weiß ich

Auch wenn du nicht bist,

Wer der liebe Herrgott ist.

Schließe deine Augen!

Spitze deine Ohren!

„Ich habe mir geschworen,

Was nicht ist kann ja noch werden.

Es gibt genügend Wein auf Erden!“

© Ludowika

Sichselbstzuverlieren

Veröffentlicht in Gestört, Photography, Poetry bei Dezember 16, 2007 von ludowika

Manchmal, da muss man

Sich selbst einfach spürn’,

Wenn einem Probleme

Mehr noch

Als Menschen berühren.

Manchmal, da weiß man

Der Not sei recht dank,

Auch dann, wenn die Sinne

Im Wandel der Zeit

Vertrocknet und krank.

Manchmal, da lässt man

Dem Schmerz sein freches Spiel.

Vielleicht kommt man

Verdorben leichter ans Ziel.

Du weißt, ich bin schüchtern.

Ich weiß, du nicht.

Ich nehme dem Feuer

Funken und Licht.

Manchmal, da muss

Zeit einfach sein,

Den Körper zu spürn’

Wenn keine Zeit zum

„Sichselbstzuverlieren“.

Manchmal, da treibt

Der Geist einfach fort,

Bricht aus und taumelt

Zu einen anderem Ort.

Du weißt, ich rede.

Ich weiß, du nicht.

In Hoffnung die Zeit

Bald zu mir spricht.

Manchmal, da muss man

Um klarer zu denken

Ein paar Tropfen Blut verschenken.

So hält man

Und zwingt man

Die Seele hernieder

Und findet seinen Körper wieder.

Manchmal, da fällt man

Und steht recht schnell auf,

Doch gehen ist oft leichter

Als unsteter Lauf.

Du weißt, ich gehe.

Ich weiß, du nicht.

Da die Zeit

Die besten Verbindungen bricht.

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Zusatz Dez. 07 :

Manchmal, da ist man

Sich selbst der größte Feind.

Immer dann, wenn die Sonn’

Ander’ Orts scheint.

Zusatz Jän. 08:

Manchmal, da muss man

Alles beenden

Um nicht die Zeit anderer Leute zu verschwenden.

© Ludowika

Erreckt

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Dezember 15, 2007 von ludowika

der wein heut’ gar so bitter schmeckt

und es mich im halse reckt.

doch vor mir

und auf mein haupt

hat sich das aas zu spuken erlaubt.

kotzt mich an!

- es kotzt mich an. -

wie ein wasserhahn.

auch wenn es sich im wald versteckt

ich weiß,

zwar hat es mich gereckt,

doch ist sie es, die die galle leckt.

auch wenn dies’ etwas bitter schmeckt:

weiß niemand wo sie jetzt (v)erreckt.

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© Ludowika

Grenzenlos

Veröffentlicht in Art, Gestört, Poetry bei Dezember 13, 2007 von ludowika

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Du!

Sei der Tag!

Die Nacht ist schon angebrochen,

Doch ich will nicht schlafen.

Ich will nicht ruhen.

Über mir, die Sterne.

Zeigen sich, wie schon vor so langer Zeit.

Du!

Sei meine Grenze!

Denn ich gehe zu weit.

Zeig mir wo der Himmel anfängt

Und wo du aufhörst.

Du bist so groß.

Viel größer noch als ich.

Ich bin so klein neben dir.

Darum grenz mich ab, wenn du mich schon nicht ausgrenzt.

Du!

Sei die Nacht

In der ich nicht schlafen kann.

Und wo es keine Grenzen gibt.

Kein guter Geschmack.

Kein ich noch du.

Kein Himmel.

Kein Boden unter den Füßen.

Grenzenlos.

Du!

Lach mich nicht aus!

Ich trag das nicht.

Die Stunde ist denkbar schlecht gewählt

Und ich werde dich nicht gehen lassen.

Also entspanne deine Lippen

Und schenk sie mir!

Und sei grenzenlos!

Du!

Du, bist die Kette.

Zerrissen.

Fallen alle Perlen zu Boden.

Ich schöpf’ sie zusammen.

Aber finde sie nicht.

Wieder.

© Ludowika

ausschank

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Poetry bei Dezember 4, 2007 von ludowika

ich will nicht, dass der tag beginnt,

dass die gute zeit verrinnt

dass wir aufstehen müssen

und uns aufhören zu küssen.

ich will viel lieber so frei sein -

ich schenk dir ein.

ich schenk dir ein.

landwein.

komm, lass mich prosten auf die nacht,

solang die sonn’ nicht für uns lacht!

dürfen wir so frei sein

und berauschen uns am wein.

solange, da wir standhaft sind,

macht uns der herzhafte landwein blind.

drum weiß ich ihn wahrhaft zu schätzen

er reißt unsere gedanken in wortlose fetzen.

so lass uns trinken auf den schein.

den rest übernimmt der landwein.

© Ludowika

landweinbitter

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Poetry bei Dezember 3, 2007 von ludowika

ich weiß,

so bittersüß du bist,

nicht was diese note ist.

ich trinke dich

doch ich will mehr

dein buket gefällt mir sehr!

doch kein nippen und kein lecken

lässt mich diese note schmecken.

drum leer’ ich dich zum morgengrauen

und werde dein buket versauen!

© Ludowika