Prosit kommt von Prost!
Veröffentlicht in In Vino Veritas, Poetry bei Dezember 31, 2007 von ludowikaQuisquid ad me dixit:
„Wein ist nicht die Antwort.“
Respondeo:
„Auf Wein ist immer Verlass.
Merk dir das!“
Quisquid ad me dixit:
„Wein ist nicht die Antwort.“
Respondeo:
„Auf Wein ist immer Verlass.
Merk dir das!“
Ich stahl dir deine Träume.
Nimm mir meine Vernunft, wenn ich noch denken kann,
Sehe ich
Alles was dich bedrückt.
Im lauen Hain besang ich Gnaden deiner.
Falls jeder und all her was träumt.
So benehm’ ich deiner.
Ich schäme mich so sehr.
Für alles, was du gesagt.
Wenn ich daran denke,
Hüll’ ich meinen Kopf in Leinen,
Damit du mich nicht denken hörst.
So schluchzte ich mit Flehen.
Doch auch meine Träume hast du nicht erhört.
Drum schlaf ich fest in deinen Sinnen
Und trage Nächte im Portmonee.
Vielleicht,
Eines Tages,
Eines Nachts,
Wirst auch du die Grillen hören
Und die Nachtigall sehen,
Die dir stumm den Schnabel hebt.
Dann besinge ich die Gnaden meiner.
Hülle deinen Kopf in Leinen.
So benehm’ ich deiner.
Ich treibe als Strandgut…
Nur trockene Glut.
“Da treibt sie die Fracht!
Seht an!
Packt sie!
Schaut her!
Da treibt sie’s im Meer!”
Da wirft mich der Maat zu Strande.
Ich trockne im heißen Sande.
Die Nachtluft mich zum Schaudern bringt
Und der Funke in mein Auge springt,
Damit ihr hämisch am Lagerfeuer singt.
Ich bin das Feuer.
Ich bin die Glut.
Ich bin bald tot.
Feuerrot.
Wenn ich jetzt sterben würde,
Das wäre nicht schlimm.
Es wär’ für die Welt nur ein Gewinn.
Wenn ich jetzt vergehen würde,
So käme die Sonn’ an mein Bett.
Sie legte sich nieder und sang mir ein Lied,
Weil ich gar so früh verschied.
Ich höre die Stimme.
Ich höre den Klang.
Ich höre die Qual in ihrem Gesang.
Ich weiß es ist Zeit.
Ich weiß ich muss gehen.
Drum’ werde ich den Sinn ihrer Worte nie verstehen.
Ich lasse fallen
Nadel und Faden
Und ertrage fürstlich
Den menschlichen Schaden.
Wenn ich jetzt treiben würde,
Wär’ ich allein.
Meine Gedanken
Und der liebliche Wein.
Wenn ich jetzt sterben würde,
Ach, das wär’ gemein!
Die Zeit ist doch schön
Es gibt keinen Grund so schnell zu vergehn’.
Du und ich.
Wir hielten uns wie einst im Wald.
Der Jäger mit seiner Flinte im Halt.
Ich schützte dich,
Du wärmtest dich.
Wenn ich jetzt sterben würde,
So würde ich sehen
Wie es ist, im Guten zu gehen.
Drum bitt’ ich:
„Legt an!“
Damit ich weiß, dass man auch schön sterben kann.
Der Wamst wär’ blutrot
Und ich wäre tot.
Drum flehe ich
Weißgottwiesehr
Gebt mir Zeit.
Ein bisschen Zeit.
Gebt mir mehr!
Falte deine Hände,
Öffne deinen Mund!
Was hier nicht verköstigt wird,
Endet im Äbtissinnenschlund:
Wasser zu Wein.
Was noch nicht ist
Kann ja bald sein.
Drum zügle dich, du wildes Biest,
Bevor du mir den Rausch vermiest!
Wein zu Wasser.
Es wird nicht enden.
Darum wirst du deine Zeit verschwenden.
Leib zu Brot.
Alles endet mit
landweinrot.
Leg dich hin
Und spreiz’ die Beine
Ich lege dich an die lange Leine.
Brot zu Leib.
Wenn ich mich am Tabernakel reib’
Dann weiß ich
Auch wenn du nicht bist,
Wer der liebe Herrgott ist.
Schließe deine Augen!
Spitze deine Ohren!
„Ich habe mir geschworen,
Was nicht ist kann ja noch werden.
Es gibt genügend Wein auf Erden!“
Manchmal, da muss man
Sich selbst einfach spürn’,
Wenn einem Probleme
Mehr noch
Als Menschen berühren.
Manchmal, da weiß man
Der Not sei recht dank,
Auch dann, wenn die Sinne
Im Wandel der Zeit
Vertrocknet und krank.
Manchmal, da lässt man
Dem Schmerz sein freches Spiel.
Vielleicht kommt man
Verdorben leichter ans Ziel.
Du weißt, ich bin schüchtern.
Ich weiß, du nicht.
Ich nehme dem Feuer
Funken und Licht.
Manchmal, da muss
Zeit einfach sein,
Den Körper zu spürn’
Wenn keine Zeit zum
„Sichselbstzuverlieren“.
Manchmal, da treibt
Der Geist einfach fort,
Bricht aus und taumelt
Zu einen anderem Ort.
Du weißt, ich rede.
Ich weiß, du nicht.
In Hoffnung die Zeit
Bald zu mir spricht.
Manchmal, da muss man
Um klarer zu denken
Ein paar Tropfen Blut verschenken.
So hält man
Und zwingt man
Die Seele hernieder
Und findet seinen Körper wieder.
Manchmal, da fällt man
Und steht recht schnell auf,
Doch gehen ist oft leichter
Als unsteter Lauf.
Du weißt, ich gehe.
Ich weiß, du nicht.
Da die Zeit
Die besten Verbindungen bricht.
Zusatz Dez. 07 :
Manchmal, da ist man
Sich selbst der größte Feind.
Immer dann, wenn die Sonn’
Ander’ Orts scheint.
Zusatz Jän. 08:
Manchmal, da muss man
Alles beenden
Um nicht die Zeit anderer Leute zu verschwenden.
der wein heut’ gar so bitter schmeckt
und es mich im halse reckt.
doch vor mir
und auf mein haupt
hat sich das aas zu spuken erlaubt.
kotzt mich an!
- es kotzt mich an. -
wie ein wasserhahn.
auch wenn es sich im wald versteckt
ich weiß,
zwar hat es mich gereckt,
doch ist sie es, die die galle leckt.
auch wenn dies’ etwas bitter schmeckt:
weiß niemand wo sie jetzt (v)erreckt.
Du!
Sei der Tag!
Die Nacht ist schon angebrochen,
Doch ich will nicht schlafen.
Ich will nicht ruhen.
Über mir, die Sterne.
Zeigen sich, wie schon vor so langer Zeit.
Du!
Sei meine Grenze!
Denn ich gehe zu weit.
Zeig mir wo der Himmel anfängt
Und wo du aufhörst.
Du bist so groß.
Viel größer noch als ich.
Ich bin so klein neben dir.
Darum grenz mich ab, wenn du mich schon nicht ausgrenzt.
Du!
Sei die Nacht
In der ich nicht schlafen kann.
Und wo es keine Grenzen gibt.
Kein guter Geschmack.
Kein ich noch du.
Kein Himmel.
Kein Boden unter den Füßen.
Grenzenlos.
Du!
Lach mich nicht aus!
Ich trag das nicht.
Die Stunde ist denkbar schlecht gewählt
Und ich werde dich nicht gehen lassen.
Also entspanne deine Lippen
Und schenk sie mir!
Und sei grenzenlos!
Du!
Du, bist die Kette.
Zerrissen.
Fallen alle Perlen zu Boden.
Ich schöpf’ sie zusammen.
Aber finde sie nicht.
Wieder.
ich will nicht, dass der tag beginnt,
dass die gute zeit verrinnt
dass wir aufstehen müssen
und uns aufhören zu küssen.
ich will viel lieber so frei sein -
ich schenk dir ein.
ich schenk dir ein.
landwein.
komm, lass mich prosten auf die nacht,
solang die sonn’ nicht für uns lacht!
dürfen wir so frei sein
und berauschen uns am wein.
solange, da wir standhaft sind,
macht uns der herzhafte landwein blind.
drum weiß ich ihn wahrhaft zu schätzen
er reißt unsere gedanken in wortlose fetzen.
so lass uns trinken auf den schein.
den rest übernimmt der landwein.
ich weiß,
so bittersüß du bist,
nicht was diese note ist.
ich trinke dich
doch ich will mehr
dein buket gefällt mir sehr!
doch kein nippen und kein lecken
lässt mich diese note schmecken.
drum leer’ ich dich zum morgengrauen
und werde dein buket versauen!