Archiv für Januar, 2008

“Sage nicht, ich wäre schön!”

Veröffentlicht in Art, Gestört, Poetry bei Januar 24, 2008 von ludowika

Über Schönheit.

Schönheit ist bedingt.

Schönheit ist eine kognitive Wahrnehmung von Nichtigkeiten.

Schönheit ist eine bewusste Resignation von wahren Werten.

Schönheit ist eine erzeugte Charakterschwäche.

Schönheit ist die genetische Weitergabe von Nichtigkeiten.

Schönheit ist eine Erscheinung der Überflussgesellschaft,

die darauf abzielt die Konsumbereitschaft Leichtgläubiger zu steigern.

Schönheit ist personifizierte Eintönigkeit.

Schönheit ist nur eine Seite der Medaille.

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Zusatz Jänner 08:

Schönheit ist ein Privileg derjenigen, die sonst nichts können.

© Ludowika

Treue dem Wein

Veröffentlicht in Art, In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Januar 18, 2008 von ludowika

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Die Elfe an meiner Wand

Hält einen Raben in ihrer Hand.

Sie neigt sich und biegt sich,

Denkt sie wäre allein.

Ich werfe nach ihr mit einer Flasche voll lieblichen Wein.

Gescholten voll Furcht und trocken im Sand,

Fliegt der Rabe aus ihrer Hand.

Er wäre so frei

Und frei mit ihr.

Dennoch fliegt er weg von hier.

Ich bin frei

Und frei nur allein.

Mir treu sei der Wein.

Ganzallein.

© Ludowika

reden ist silber. schweigen ist hold.

Veröffentlicht in Gestört, Photography bei Januar 18, 2008 von ludowika

nein, das ist kein tippfehler - das ist so!! ;-)

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© Ludowika

hand dem welschriesling

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Poetry bei Januar 10, 2008 von ludowika

hand dem welschriesling,

ein hoch dem holden österreich!

wenn du nicht wärst,

was wäre dann?

kein bittersüßer heimats’sang.

faust dem immerklugen möchtegern.

hohn dem schnöden alltagstrott.

dem burgenland ein lob und wohl!

hoch lebe dessen alkohol!

was wäre wohl

wenn’s anders wär’?

- es gäbe keinen welschriesling mehr. -

drum hand dem welschriesling

es lebe das holde österreich!

schmee dem verdriesling!

lang lebe der welschriesling!

( dem weine neffe und auch gunst

sei die braukunst.

habt dank und nehmet das taxi! )

© Ludowika

landwein

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Poetry bei Januar 4, 2008 von ludowika

sag nicht nein

dem wein.

er schlägt nach dir.

liegt dir zu füßen.

er trägt die sorgen

zum halunkegrab.

damit du schlafen kannst. und ruhen.

und dir räuber nachts nichts tun.

er wiegt dich still

und ohne bitt’,

sodass dich im schlafe niemand tritt.

drum’ hüll dich ein.

im wein.

er braucht auch dich.

trinkt sich nicht von allein.

verdunstet nur, wenn du es willst.

und küsst den morgen dir,

in seinem sturmbett.

damit du wachen kannst. und sein.

trinke wein!

© Ludowika

atmender wein

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Poetry bei Januar 2, 2008 von ludowika

wenn ich kann, dann will ich auch.

wenn ich atme, lass mich sein.

atmender wein.

wenn ich suche, dann suche ich dich.

wenn ich rufe, dann rufst du nicht mich.

wenn ich warte, dann wart’ ich auf dich.

wenn ich bin, dann bin ich allein.

atmender wein.

wenn du weinst, dann nicht um mich.

wenn ich lebe, dann sicherlich

nur für dich.

wenn ich fühle, du bist ärgerlich,

wenn ich verstehe,

dann leider gottes, versteh’ ich nicht dich.

wenn du liebst, dann nur zum schein

atmenden wein.

wenn ich will, so wird es auch.

wie ich bin, so lass mich sein.

atmender wein.

© Ludowika