Archiv für März, 2008

Herrin des Feuers

Veröffentlicht in Gestört, Music, Photography bei März 28, 2008 von ludowika
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Dein Scheitel ist von Kupfer,
ein Kastanienbaum, der brennt,
glüht so heiß nicht wie dein Atem.
Feuer heißt dein Element,
und auf deinen weißen Schultern
schmilzt das Kupfer in der Glut.
Aus dem Innersten der Erde
stammt dein Name und dein Blut.
 
Ich bin so leicht entflammbar,
meine Haut ist aus Papier,
und der Rest von mir ist Zunder,
deine Flamme schlägt nach mir.
Deine Raubtieraugen glühen,
deine Hand verbrennt selbst Stein,
aufgelöst in tausend Funken
werd ich Rauch und Asche sein.
 
Herrin des Feuers, ich brenne,
das Feuer brennt lichterloh.
Herrin des Feuers, ich verbrenne
durch dich!
 
Einen Feuersalamander
hälst du dir als Wappentier.
Du bist Läuterung und Reinheit,
stehst für unstillbare Gier.
Aus den Haaren fallen Funken,
Schöneres hab ich nie gesehn.
Aufgelöst in Rauch und Asche
will ich brennend untergehn.
Lyrics by Subway to Sally; Photography by Ludowika
mit bestem Dank und Grüßen an Lilith

Wenn ich tot bin II

Veröffentlicht in Art, Gestört, In Vino Veritas, Music bei März 28, 2008 von ludowika
Art by Ludowika

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Wenn ich tot bin, wenn ich tot bin,
wenn ich tot bin dann sollst du tanzen tanzen
© Ludowika

Wenn ich tot bin I

Veröffentlicht in Gestört, In Vino Veritas, Music, Video bei März 28, 2008 von ludowika
Music by Luna Luna

Jetzt steh schwankend auf dem Tisch
Was die Leute denken interessiert mich nicht
Sing’ vom Leben und sing’ vom Tod
Durch das Fenster schimmert das Abendrot
Heohe das Glas in der Hand
Zerspringen soll es gleich an der Wand
Was soll das Jammern mir is nicht bang
Denn der Sensemann bittet zum letzten Tanz. [...]

Die Augen rolln’
Und das Glas zerspringt
Ich genieß’ es wie’s in den Ohren klingt
Verspotte das Leben, verachte den Tod
Durch das Fenster schimmert das Abendrot
Und ich spür’ den Suff und die Liebe pur
Keine halben Sachen, denn da läuft die Uhr
Heute keine Klagen, lieber mal Was wagen
Bis der Sensemann bittet zum letzten Tanz
[...]

Nochmehr Wasser des Lebens, an der Liebesbar
Und schon bald is das hier unten alles klar
Doch von da oben lässt es sich gut loben
Halelujah alles wunderbar
Heohee die Zeit verrinnt
Und ich genieße es wenn der Himmel swingt
Vergib dem Leben und vergib dem Tod
Durch die Wolken schimmert das Abendrot

Wenn ich tot bin, wenn ich tot bin,
wenn ich tot bin dann sollst du tanzen tanzen
Wenn ich tot bin, wenn ich tot bin,
wenn ich tot bin dann sollst du tanzen
Wenn ich tot bin, wenn ich tot bin,
wenn ich tot bin dann sollst du tanzen tanzen
Wenn ich tot bin, wenn ich tot bin,
wenn ich tot bin dann sollst du tanzen


Auszüge aus “Ein Aas”

Veröffentlicht in Art, Gestört, Poetry bei März 23, 2008 von ludowika
Von Charles Baudelaire; mit Zeichnungen von Ludowika
„Erinnere dich, mein Herz, an jenen Sommermorgen,
Den wunderbaren, warmen Tag:
Da war ein schmählich Aas, am Straßenrand geborgen,
Das nackt auf Sand und Steinen lag,
Die Beine weit gespreizt, gleich einem geilen Weibe,
Und von erschwitzten Giften voll,
Dem weit geborstenen und schamlos offenen Leibe
Ein widriger Geruch entquoll. […]
Der Himmel blickte auf das prächtige Gerippe,
Das blühend sich zu öffnen schien.
Noch ärger wurde der Gestank, mit bleicher Lippe
Sankst beinah auf das Gras du hin. […]
Die Formen schwanden hin, wie sie im Traum sonst
Wie ein Entwurf erst und ein Plan
Auf längst vergeßnem Blatt, der nur in den Gedanken
Des Künstlers sich vollenden kann. […]
-Allein, einst wirst auch du dem Unrat ähnlich werden,
Wirst schrecklich sein und grauenhaft,
Du meiner Augen Stern, o Sonne mir auf Erden,
Mein Engel, meine Leidenschaft!
Ja, so wirst selber du, o Königin der Wonnen,
Einst nach der letzten Ölung sein,
So wirst du unterm Gras, von Blüten übersponnen,
Verwesen zwischen dem Gebein.
Dann, Schönste mag durch dich auch das Gewürm erfahren,
Das küssend sich dir zugesellt:
Gestalt und göttlichen Gehalt will ich bewahren
Der Liebe, die in dir zerfällt!”
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