Archiv für April, 2008
Profane Statistik
Veröffentlicht in Gestört bei April 28, 2008 von ludowikaDer Muse letzter Wille
Veröffentlicht in Art, Gestört, In Vino Veritas, Photography, Poetry bei April 23, 2008 von ludowikaPoetrty + Photography by Ludowika
Ich gewähre dir noch einen Wunsch. Damit du schlafen kannst Und sich deine Augen schließen. Damit die Schmerzen enden schnell Sich Tränen über deinem Bett ergießen. Oh, du einst so holde Maid, Was widerfuhr dir? Welches Leid? Deine Schönheit ist längst verblasst Und deine Brust hat lange niemand angefasst. So hold du warst, So bist du jetzt Ein hässlich Weibe Mit einem vertrocknetem alten Leibe. Komm alte Muse! Sag mir schnell! Draußen wird es langsam hell Und du atmest schon so schwer. Was ist dein allerletztes Begehr? Ich bin bei dir Du kannst dir sicher sein, Ich vertreibe mir die Zeit mit Wein. Selbst an deinem Grabstein. Der Muse letzter Wille Ist die gottverdammte Totenstille
Henry Lee
Veröffentlicht in In Vino Veritas, Music, Video bei April 23, 2008 von ludowikaNick Cave & P.J Harvey
Im Auge des Betrachters
Veröffentlicht in Art, Gestört, Photography, Poetry bei April 17, 2008 von ludowikaDie kranke Muse
Von Charles Baudelaire; Foto von und mit Ludowika
“Du arme Muse, ach! Was fehlt dir heute, sprich? Dein hohles Auge ist voll nächtlicher Visionen, Auf deinem Angesicht, abwechsend sehe ich Den Wahnsinn und die Angst in kaltem Schweigen wohnen. Hat blaß das Lustgespenst und dreist der Kobolt dich Versucht mit Schrecken und mit Liebe zu belohnen? Welch Alpdruck tauchte dich so wüst und fürchterlich In ein Minturnae der verrufenen Zauberzonen? Ich hätte dir gewünscht, dass aus gesunder Kraft Dein Busen immerzu erlauchte Werke schafft, Dein christlich Blut sollt sich in festem Takt ergießen, So wie die Rhytmen der antiken Verse fließen, Wo Phoebus, dem die Kunst des Sängers untertan, Wie auch der Ernte Herr regiert, der große Pan.”Der Poet
Veröffentlicht in Art, In Vino Veritas, Music bei April 7, 2008 von ludowikaMusic by Schandmaul; Art by Ludowika
Ich bin ein Mensch der Worte,Die Welt erscheint mir still,
Zu füllen allerorten,
Mit Text wie ich es will.
Mein Leben ist ein Märchen,
Erzählt von mir daselbst.
Ich bin ein Mensch der Worte. Bin Poet. Ich bin ein Mensch der Wonne.
Gleich Rosenblüten zart,
Gefallen meine Worte,
Der eitlen Frauen Art.
Kein Tor bleibt mir verschlossen,
Ich kann zum Herzen sehn’.
Ich bin ein Mensch der Wonne. Ein Poet. [...]
Ich bin kein Mensch von Adel,
Doch preis’ ich hier und da,
Die großen Heldentaten,
Der wack’ren Herrscherschar.
Bei Hof fehlt mir der Wind der Freiheit,
Der mich stets umweht.
Ich bin kein Mensch von Adel . Bin Poet. [...]
Ich bin ein Kind der Straße,
Mein Heim, das ist die Welt.
Schenk’ meinen Vers der Gasse,
Ganz so wie es mir gefällt.
Mein Leib gleicht einer Feder,
Er schreibt auf seinem Weg.
Die Geschichte meines Lebens. Bin Poet.
Frei leb’ ich dieses Leben,
frei meiner Worte wegen,
frei geh ich meinen Weg,
bis diese Zeit zu Ende geht.
Lass dir die Worte bringen,
sie in deinen Ohren klingen,
bis du sie dann verstehst,
und dann sei der Poet!

Sag dem Teufel
Veröffentlicht in Gestört, Music, Video bei April 4, 2008 von ludowikaMusicvideo by Subway to Sally



