Archiv für Mai 2, 2008

Nick Cave & The Bad Seeds - (Are You) The One

Veröffentlicht in Gestört, Music, Video bei Mai 2, 2008 von ludowika

Veröffentlicht in Gestört, Poetry bei Mai 2, 2008 von ludowika

© Ludowika

WennichsowäreWieichwillDannwäreichsoWieich

wäreWennichbinWieichwill

Es hat den Anschein nichts ist so wie es scheint, wenn es so wäre wie ich will, dass es den Anschein macht so zu sein wie es ist. Es würde mir den Anschein machen zu blenden, wenn es so scheint wie es ist, dass ich den Schein wahre so zu sein wie man mich haben will. Dann hätte es zumindest den Schein gewahrt, so zu sein wie es sein soll, wenn es so ist wie es den Anschein hat. Aber ich weiß, nichts ist so wie es ist wenn es so sei, wie es wäre wenn es den Anschein mache so zu werden wie man es haben will. Doch es ist im Augenschein des wahren Seins so gewahrt, dass man nicht sieht was es ist, wenn es so aussieht als wäre es das was es sein sollte. So bleibt es der Anschein eines Wollens und sich Biegens so zu bleiben wie man sei, wenn man wäre wie man sein sollte so zu sein, sodass es ist wie es sein soll. Als hätte man sich ganz verschaut, wenn man sich dreht und wendet und den Anblick eines wahren Anscheins angedacht. Da legt man gleich den Willen ab, so zu sein wie es den Anschein macht, dass es so bleibt wie es ist, wenn man will, das es so sei, wie es wäre, wenn ich bin wie ich will.

So wie es ist, ist es so wie es sein muss.

Mfg Ludowika

Weingeist

Veröffentlicht in Art, In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Mai 2, 2008 von ludowika

Ich kann dir eine Geschichte erzählen
Von Drachen und so anderem Getier.
Doch wahr. Fürwahr!
Ist die Geschichte aus dem letzten Jahr:
Da legte sich mir zu im Traum.
Ein Engel an den Apfelbaum.
Erst schwieg er grausam lang für mich.
Als dann er über die Augen mir strich.
Ich weiß noch genau,
Er sagte zu mir:
„Du! Trauriges Kind, dass da liegt im Frühling so lau!
Ich will die Muse deiner sein
So wie der klare Apfelwein!“
Ich gewahr ihm seinen Wunsch
Fortan wir woben so manches Gespinn
Die Feder tanzte des Nächtens dahin.
Die Worte flossen dem Riesling empor
Und ich sang dem Engel ein Liedlein vor.
Was wäre nur geschehen,
hätte ich den Engel nicht gesehen?
Was, oh was, was wär’ mir passiert,
Hätte ich die Zweige im Wind nicht studiert?
Wir liefen zusammen in den Wald hinein.
Blieben so lang am trauten Hain.
Wir lachten und sangen
Die Nächte zierten unsre’ blassen Wangen.
Doch dann kam der Tag,
An dem der Engel seiner Sehnsucht erlag.
Er erhob sich in dem holden Schein
Und ließ mich mutterseelenallein.
Breitete die feuerroten Schwingen
Ich höre ihn noch heute singen.
Denn Wein und Geist
Einem Engel nichts Gutes verheißt.
Weingeist.

Poetry + Photography by Ludowika

© Ludowika