Von der Muse geküsst

Die Muse küsst. Im Tale. Bei Sturm.

Wie so reizend.

Ein Tropfen Wein

An ihrem Schlüsselbein.

Feuchter Tau an den Blättern.

Und Kunde vom Kapaun.

In der Ferne ein Sonnenstrahl.

Ein Regenbogen. Wächst.

Die Muse küsst. Im Walde. Bei Regen.

So nass. Die Sinne treiben davon. Wie.

Eichelheer und Specht.

Und schlagen sich die Köpfe.

Nebel im Wald. Hirschkäfer.

Gelächter im Geäst.

Und über den Wolken

Wartet der nächste Sturm.

Die Muse küsst. Am Abhang. In Hitze.

Ach, wie so oft

Scheiden muss ein jeder.

Auch der Wink mit dem Zaunpfahl.

© Ludowika

3 Antworten zu “Von der Muse geküsst”

  1. ein sehr sehr interessantes bildhaftes Gedicht!

  2. Kein Blatt vor den Mund genommen

  3. Geblendet aller Sinne,
    lag sie in der Regenrinne,
    erschlagen, müde und halbtot.
    Welche helfende Hand berührte sie?
    Welche Arme schlossen sich schützend um ihre Schultern?
    Welche Lippen berührten die ihre und ließen sie zurückschrecken?

    Letzten Endes wurden ihre Sinnestäuschungen geheilt
    und ihr Herz geteilt.

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