Von der Muse geküsst
Die Muse küsst. Im Tale. Bei Sturm.
Wie so reizend.
Ein Tropfen Wein
An ihrem Schlüsselbein.
Feuchter Tau an den Blättern.
Und Kunde vom Kapaun.
In der Ferne ein Sonnenstrahl.
Ein Regenbogen. Wächst.
Die Muse küsst. Im Walde. Bei Regen.
So nass. Die Sinne treiben davon. Wie.
Eichelheer und Specht.
Und schlagen sich die Köpfe.
Nebel im Wald. Hirschkäfer.
Gelächter im Geäst.
Und über den Wolken
Wartet der nächste Sturm.
Die Muse küsst. Am Abhang. In Hitze.
Ach, wie so oft
Scheiden muss ein jeder.
Auch der Wink mit dem Zaunpfahl.

Mai 12, 2008 um 10:33 vormittags
ein sehr sehr interessantes bildhaftes Gedicht!
Mai 13, 2008 um 2:44 nachmittags
Kein Blatt vor den Mund genommen
Oktober 6, 2010 um 8:56 vormittags
Geblendet aller Sinne,
lag sie in der Regenrinne,
erschlagen, müde und halbtot.
Welche helfende Hand berührte sie?
Welche Arme schlossen sich schützend um ihre Schultern?
Welche Lippen berührten die ihre und ließen sie zurückschrecken?
Letzten Endes wurden ihre Sinnestäuschungen geheilt
und ihr Herz geteilt.