Der Schönheit ein Loblied
Von Charles Bodelaire – Auszüge
„Dein Blick zugleich höllisch und göttlich rein
Giesst durcheinander die Wohltaten aus und die Sünden
Und deshalb sollst du dem Weine verglichen sein!“ [...]
„Enttauchst du dem Abgrund oder entschwebst du den Himmeln
Der Dämon folgt gefüg deiner Zauberkraft -
Du lässest nach Laune, Freude und Unheil wimmeln
Du lenkest alles und nie gibst du Rechenschaft.
Du trittst über Tote – o Schönheit – und höhnst unsre Leiden
Die Schrecknis ist dir ein Schmuck der dich reizvoll umschmiegt
Der Mord ist das liebste dir unter allen Geschmeiden
Das schmeichelnd an deinem stolzen Leibe sich wiegt.
Der Falter flattert geblendet hinauf zu dir – Kerze!
Er knistert und spricht verbrennend : ich segne dich Licht!
Es beugt sich – ein Sterbender der sein Grabmal Herze
Der Liebende zuckend auf seiner Geliebten Gesicht.
Komm du nur aus Himmel aus Hölle – gleichviel welchen Orten!
O Schönheit bald maasslos erschrecklich und bald wie ein Kind!
Erschliesst nur dein Lächeln dein Blick und dein Fuss mir die Pforten
Des Alls das ich liebe, die stets mir verschlossen sind!
Ob Gott oder Satan, ob Engel oder Sirene:
Mach nur – samt-äugige Zauberin – dass nicht zu sehr
- O Klang, Duft und Licht! O Herrin die ich ersehne! -
Die Erde mir hässlich ist und der Augenblick schwer!“
Mai 10, 2008 um 12:43
bei Dir schau ich gern vorbei.
Mai 13, 2008 um 2:41
Das hört man gerne
Mai 21, 2008 um 4:12
[...] diese Bilder zudem die Texte in ihrer Aussage unterstützen, ist uns einen weiteren Vers im Loblied [...]