ganz klein
Es gibt da Tage
An denen ich mich fühle
So klein.
Ganz klein
Ameisenklein.
So winzig, dass du mich nicht sehen kannst.
Dass da warte ich vor deiner Türe.
Am Telefon.
Aber du übersiehst mich. Klar!
Es gibt da Tage an denen ich mich fühle
Wie ein Sandkorn unter Riesen.
Wäre gern die Wimper in deinem Auge,
Damit ich wenigstens kann stören
Dein Gott verdammtes Dasein!
Wäre gern die Flamme deiner Kerze,
Damit ich kann nehmen, dir das Licht.
Wäre gern eine Fliege,
Umschwirre deine Atemzüge.
Doch ich bin, ach ich bin,
Vor deiner Türe.
Am Telefon.
Irgendwo.
So klein.
Ameisenklein.
So winzig, dass du mich nicht sehen kannst.
Und mich übersehen musst.




Juni 13, 2008 um 9:33
das Foto-Quartett hat Stil. sind die Bilder von Dir gemacht?
Juni 13, 2008 um 12:06
Juni 18, 2008 um 6:49
Ein sehr interessantes Gedicht, womit man sich schnell identifizieren, um nicht zu sagen infiszieren kann.
Meine Lieblingsstelle: Wäre gern die Wimper in deinem Auge,
Damit ich wenigstens kann stören
Dein Gott verdammtes Dasein! — herrlich!