Archiv nach Kategorie "Gestört"

Blutendes Weiberherz

Veröffentlicht in Gestört, Poetry bei Mai 26, 2008 von ludowika
Abschied aus Germanien

Zum 1000 Male schon,

Ich bin es längst gewohnt,

Blutet mir im stillen Schmerz

Mein gottverdammtes Weiberherz.

Dir, wilde Seele, will ich allein

Brennender Geselle sein.

Ich will den Kindern dein genügen,

Würde für dich fromme Menschen anlügen.

Dein Dorn, in finstrer’ Herzenseck’

Sei mir für alle Zeit Versteck.

Deine Augen lügen nicht,

Sie fielen dir aus dem Gesicht.

Wenn du leis’ die Stunden zählst

Und irgendwo ein Herz zu Tode quälst.

© Ludowika

Blutendes Weiberherz II

Veröffentlicht in Gestört, Poetry bei Mai 21, 2008 von ludowika

Mir blutet das Herz,

Denn ich fahre dahin.

Der bittersüße Weheschmerz

Sei mir Gewinn.

Ich sehe deine jungen Augen weinen,

Sehe den Abschied durch sie in mir scheinen.

Deine Mutter nimmt dich an der Hand.

Ich fahre leider in ein fernes Land.

Dein Lachen ist den Tränen gewichen.

Warum nur, warum, muss ich auf dich verzichten?

Die Mutter zieht dich an sich heran,

Weil auch sie mich nassen Auges nicht ziehen lassen kann.

Ich fahre hernieder, ruf dir zu:

„Ich komme bald wieder!“

Als der Zug sich bewegt,

Mein Herz noch etwas schneller schlägt.

Von dir, mein Kind, zu scheiden,

Lässt mich großen Verlust erleiden.

Der einzige Trost der mir sei:

Ihr habt einander, doch ich bin allein.

P.S.: Lasse keinen Abschiedsschnee in deine treuen Kinderaugen… ade…

© Ludowika

Zu den Sternen

Veröffentlicht in Gestört, Music, Video bei Mai 21, 2008 von ludowika

Einmal zu den Sternen und wieder zurück

In memoriam a.b. et alter idem.
Music by Megaherz

>> Ganz hinauf und noch viel weiter,
Durch das Dach dieser Welt.
Die großen Illusionen,
Du der glorreiche Held.
Auf weißen Wogen durch die Nacht,
So hoch wie noch nie,
Steigst du zu den Sternen auf,
Um zu leuchten wie sie. <<

Trost schenken

Veröffentlicht in Gestört, Photography, Poetry bei Mai 14, 2008 von ludowika
Von Till Lindemann:
“Ich hätte Kerzen angebrannt
doch das Licht es fiel mir aus der Hand
die Flammen stiegen ungeheuer
und deine Haare fingen Feuer
ein kleines Boot im Flammenmeer
kein Land in Sicht nicht Feuerwehr”
Von Ludowika:
“Du bist allein, ich weiß.
Ich bin bei dir. Gedanklich.
Das weißt du auch.
Du weinst auf meine Schulter.
Ich halte dich.
Du kannst dir sicher sein.
Auch wenn Stunden uns
Entzweien.
Ist meine Schulter feucht von Tränen.”

Ludowika’s Schulter:

Nick Cave & The Bad Seeds - (Are You) The One

Veröffentlicht in Gestört, Music, Video bei Mai 2, 2008 von ludowika

Veröffentlicht in Gestört, Poetry bei Mai 2, 2008 von ludowika

© Ludowika

WennichsowäreWieichwillDannwäreichsoWieich

wäreWennichbinWieichwill

Es hat den Anschein nichts ist so wie es scheint, wenn es so wäre wie ich will, dass es den Anschein macht so zu sein wie es ist. Es würde mir den Anschein machen zu blenden, wenn es so scheint wie es ist, dass ich den Schein wahre so zu sein wie man mich haben will. Dann hätte es zumindest den Schein gewahrt, so zu sein wie es sein soll, wenn es so ist wie es den Anschein hat. Aber ich weiß, nichts ist so wie es ist wenn es so sei, wie es wäre wenn es den Anschein mache so zu werden wie man es haben will. Doch es ist im Augenschein des wahren Seins so gewahrt, dass man nicht sieht was es ist, wenn es so aussieht als wäre es das was es sein sollte. So bleibt es der Anschein eines Wollens und sich Biegens so zu bleiben wie man sei, wenn man wäre wie man sein sollte so zu sein, sodass es ist wie es sein soll. Als hätte man sich ganz verschaut, wenn man sich dreht und wendet und den Anblick eines wahren Anscheins angedacht. Da legt man gleich den Willen ab, so zu sein wie es den Anschein macht, dass es so bleibt wie es ist, wenn man will, das es so sei, wie es wäre, wenn ich bin wie ich will.

So wie es ist, ist es so wie es sein muss.

Mfg Ludowika

Profane Statistik

Veröffentlicht in Gestört bei April 28, 2008 von ludowika

Muss ich mir deshalb Sorgen machen? ;)

Der Muse letzter Wille

Veröffentlicht in Art, Gestört, In Vino Veritas, Photography, Poetry bei April 23, 2008 von ludowika

Poetrty + Photography by Ludowika

Ich gewähre dir noch einen Wunsch.
Damit du schlafen kannst
Und sich deine Augen schließen.
Damit die Schmerzen enden schnell
Sich Tränen über deinem Bett ergießen.
Oh, du einst so holde Maid,
Was widerfuhr dir? Welches Leid?
Deine Schönheit ist längst verblasst
Und deine Brust hat lange niemand angefasst.
So hold du warst,
So bist du jetzt
Ein hässlich Weibe
Mit einem vertrocknetem alten Leibe.
Komm alte Muse!
Sag mir schnell!
Draußen wird es langsam hell
Und du atmest schon so schwer.
Was ist dein allerletztes Begehr?
Ich bin bei dir
Du kannst dir sicher sein,
Ich vertreibe mir die Zeit mit Wein.
Selbst an deinem Grabstein.
Der Muse letzter Wille
Ist die gottverdammte Totenstille

Im Auge des Betrachters

Veröffentlicht in Art, Gestört, Photography, Poetry bei April 17, 2008 von ludowika

Die kranke Muse

Von Charles Baudelaire; Foto von und mit Ludowika
“Du arme Muse, ach! Was fehlt dir heute, sprich?
Dein hohles Auge ist voll nächtlicher Visionen,
Auf deinem Angesicht, abwechsend sehe ich
Den Wahnsinn und die Angst in kaltem Schweigen wohnen.
Hat blaß das Lustgespenst und dreist der Kobolt dich
Versucht mit Schrecken und mit Liebe zu belohnen?
Welch Alpdruck tauchte dich so wüst und fürchterlich
In ein Minturnae der verrufenen Zauberzonen?
Ich hätte dir gewünscht, dass aus gesunder Kraft
Dein Busen immerzu erlauchte Werke schafft,
Dein christlich Blut sollt sich in festem Takt ergießen,
So wie die Rhytmen der antiken Verse fließen,
Wo Phoebus, dem die Kunst des Sängers untertan,
Wie auch der Ernte Herr regiert, der große Pan.”

Sag dem Teufel

Veröffentlicht in Gestört, Music, Video bei April 4, 2008 von ludowika
Musicvideo by Subway to Sally