Tocotronic - Kapitulation
Veröffentlicht in In Vino Veritas, Music, Video bei Juni 29, 2008 von ludowika
Die endgültige Unterwerfung.
Die endgültige Unterwerfung.
Ach, zur Sorge ich gestehe,
Nun auch nach Exzess erflehe,
Wie kann es anders sein?
Landwein!
Durch die Lippen wunderbar,
Auch dein herrlich schönes Haar
Riechen müssen,
Um dich nicht zu küssen.
Ich darf dich nicht küssen.
Ja, ich weiß, ich darf es ja
Jedoch ist es hier und da
In der allertiefsten Stille
Mein Wille.
Um dich nicht zu küssen.
Ich will dich nicht küssen.
Ich will dir nicht in die Augen sehen müssen.
Das wirst du mir büßen!
So auch nach Exzess erflehe
Wenn ich bald auch nicht mehr stehe.
Im allertiefstem Mondenschein
Landwein!
Es gibt da Tage
An denen ich mich fühle
So klein.
Ganz klein
Ameisenklein.
So winzig, dass du mich nicht sehen kannst.
Dass da warte ich vor deiner Türe.
Am Telefon.
Aber du übersiehst mich. Klar!
Es gibt da Tage an denen ich mich fühle
Wie ein Sandkorn unter Riesen.
Wäre gern die Wimper in deinem Auge,
Damit ich wenigstens kann stören
Dein Gott verdammtes Dasein!
Wäre gern die Flamme deiner Kerze,
Damit ich kann nehmen, dir das Licht.
Wäre gern eine Fliege,
Umschwirre deine Atemzüge.
Doch ich bin, ach ich bin,
Vor deiner Türe.
Am Telefon.
Irgendwo.
So klein.
Ameisenklein.
So winzig, dass du mich nicht sehen kannst.
Und mich übersehen musst.
Give up this fight, there are no second chances.
This time I might.
To ask the sea for answers.
These bonds are shackle free, wrapped in lust and lunacy.
Tiny touch of jealousy, these bonds are shackle free.
Get through this night, there are no second chances.
This time I might.
To ask the sea for answers.
These bonds are shackle free
>> Das Himmelszelt ist Dein Dach
Denn all’ die Lichter die Dich leiten
Von den Sternen die Dich begleiten
Kannst Du lernen klar zu sehen<<
Nur du bist die Eine
Der bis heute ich Tränen weine.
Der Nächte ich wach gelegen
Und der ich folge auf allen Wegen.
Mich gefragt, warum du nur gegangen
Ach weh!
Weshalb trennten uns die Ländereien nachdem ich dich eingefangen?
Ich schreibe dir aus vollem Herz,
Aus nassem Auge und wehem Schmerz,
Aus wilder Sehnsucht und finstrem Tale,
Heiß und innig Mal für Male,
Aus Liebeskummer und noch mehr!
Ohne dich ist mein Leben leer.
Deinem Liebreiz und anderen Waffen
Habe ich für immer einen Schrein in mir geschaffen.
Du bist zu gut für diese Welt
Doch wenn wieder ein Engel fällt
Will ich, egal ob Schmerz, ob Pein,
Tag und Nacht an seiner Seite sein.
“Dein Blick zugleich höllisch und göttlich rein
Giesst durcheinander die Wohltaten aus und die Sünden
Und deshalb sollst du dem Weine verglichen sein!” [...]
“Enttauchst du dem Abgrund oder entschwebst du den Himmeln
Der Dämon folgt gefüg deiner Zauberkraft -
Du lässest nach Laune, Freude und Unheil wimmeln
Du lenkest alles und nie gibst du Rechenschaft.
Du trittst über Tote - o Schönheit - und höhnst unsre Leiden
Die Schrecknis ist dir ein Schmuck der dich reizvoll umschmiegt
Der Mord ist das liebste dir unter allen Geschmeiden
Das schmeichelnd an deinem stolzen Leibe sich wiegt.
Der Falter flattert geblendet hinauf zu dir - Kerze!
Er knistert und spricht verbrennend : ich segne dich Licht!
Es beugt sich - ein Sterbender der sein Grabmal Herze
Der Liebende zuckend auf seiner Geliebten Gesicht.
Komm du nur aus Himmel aus Hölle - gleichviel welchen Orten!
O Schönheit bald maasslos erschrecklich und bald wie ein Kind!
Erschliesst nur dein Lächeln dein Blick und dein Fuss mir die Pforten
Des Alls das ich liebe, die stets mir verschlossen sind!
Ob Gott oder Satan, ob Engel oder Sirene:
Mach nur - samt-äugige Zauberin - dass nicht zu sehr
- O Klang, Duft und Licht! O Herrin die ich ersehne! -
Die Erde mir hässlich ist und der Augenblick schwer!”
Die Muse küsst. Im Tale. Bei Sturm.
Wie so reizend.
Ein Tropfen Wein
An ihrem Schlüsselbein.
Feuchter Tau an den Blättern.
Und Kunde vom Kapaun.
In der Ferne ein Sonnenstrahl.
Ein Regenbogen. Wächst.
Die Muse küsst. Im Walde. Bei Regen.
So nass. Die Sinne treiben davon. Wie.
Eichelheer und Specht.
Und schlagen sich die Köpfe.
Nebel im Wald. Hirschkäfer.
Gelächter im Geäst.
Und über den Wolken
Wartet der nächste Sturm.
Die Muse küsst. Am Abhang. In Hitze.
Ach, wie so oft
Scheiden muss ein jeder.
Auch der Wink mit dem Zaunpfahl.
