Archiv nach Kategorie "Photography"

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Writing bei Juni 24, 2008 von ludowika

>> In der Leichtigkeit meiner Existenz

Finde ich immer wieder Möglichkeiten

Mir Steine in den Weg zu legen.

Oftmals sind die eigenen Gedanken

Die größten Felsbrocken,

die einem den Weg versperren. <<

© Ludowika

ganz klein

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry, Writing bei Juni 8, 2008 von ludowika

Es gibt da Tage

An denen ich mich fühle

So klein.

Ganz klein

Ameisenklein.

So winzig, dass du mich nicht sehen kannst.

Dass da warte ich vor deiner Türe.

Am Telefon.

Aber du übersiehst mich. Klar!

Es gibt da Tage an denen ich mich fühle

Wie ein Sandkorn unter Riesen.

Wäre gern die Wimper in deinem Auge,

Damit ich wenigstens kann stören

Dein Gott verdammtes Dasein!

Wäre gern die Flamme deiner Kerze,

Damit ich kann nehmen, dir das Licht.

Wäre gern eine Fliege,

Umschwirre deine Atemzüge.

Doch ich bin, ach ich bin,

Vor deiner Türe.

Am Telefon.

Irgendwo.

So klein.

Ameisenklein.

So winzig, dass du mich nicht sehen kannst.

Und mich übersehen musst.


© Ludowika

Die Welt ist der größte Abort

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry, Writing bei Juni 5, 2008 von ludowika

Welt aka Abort

© Ludowika

ask the sea for answers

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Music, Photography, Video bei Mai 28, 2008 von ludowika

© Ludowika

Give up this fight, there are no second chances.
This time I might.
To ask the sea for answers.
These bonds are shackle free, wrapped in lust and lunacy.
Tiny touch of jealousy, these bonds are shackle free.

Get through this night, there are no second chances.
This time I might.
To ask the sea for answers.
These bonds are shackle free

music by placebo

Trost schenken

Veröffentlicht in Gestört, Photography, Poetry bei Mai 14, 2008 von ludowika
Von Till Lindemann:
“Ich hätte Kerzen angebrannt
doch das Licht es fiel mir aus der Hand
die Flammen stiegen ungeheuer
und deine Haare fingen Feuer
ein kleines Boot im Flammenmeer
kein Land in Sicht nicht Feuerwehr”
Von Ludowika:
“Du bist allein, ich weiß.
Ich bin bei dir. Gedanklich.
Das weißt du auch.
Du weinst auf meine Schulter.
Ich halte dich.
Du kannst dir sicher sein.
Auch wenn Stunden uns
Entzweien.
Ist meine Schulter feucht von Tränen.”

Ludowika’s Schulter:

Lisbeth

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Mai 13, 2008 von ludowika

Nur du bist die Eine

Der bis heute ich Tränen weine.

Der Nächte ich wach gelegen

Und der ich folge auf allen Wegen.

Mich gefragt, warum du nur gegangen

Ach weh!

Weshalb trennten uns die Ländereien nachdem ich dich eingefangen?

Ich schreibe dir aus vollem Herz,

Aus nassem Auge und wehem Schmerz,

Aus wilder Sehnsucht und finstrem Tale,

Heiß und innig Mal für Male,

Aus Liebeskummer und noch mehr!

Ohne dich ist mein Leben leer.

Deinem Liebreiz und anderen Waffen

Habe ich für immer einen Schrein in mir geschaffen.

Du bist zu gut für diese Welt

Doch wenn wieder ein Engel fällt

Will ich, egal ob Schmerz, ob Pein,

Tag und Nacht an seiner Seite sein.

© Ludowika

Von der Muse geküsst

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Mai 5, 2008 von ludowika

Die Muse küsst. Im Tale. Bei Sturm.

Wie so reizend.

Ein Tropfen Wein

An ihrem Schlüsselbein.

Feuchter Tau an den Blättern.

Und Kunde vom Kapaun.

In der Ferne ein Sonnenstrahl.

Ein Regenbogen. Wächst.

Die Muse küsst. Im Walde. Bei Regen.

So nass. Die Sinne treiben davon. Wie.

Eichelheer und Specht.

Und schlagen sich die Köpfe.

Nebel im Wald. Hirschkäfer.

Gelächter im Geäst.

Und über den Wolken

Wartet der nächste Sturm.

Die Muse küsst. Am Abhang. In Hitze.

Ach, wie so oft

Scheiden muss ein jeder.

Auch der Wink mit dem Zaunpfahl.

© Ludowika

Weingeist

Veröffentlicht in Art, In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Mai 2, 2008 von ludowika

Ich kann dir eine Geschichte erzählen
Von Drachen und so anderem Getier.
Doch wahr. Fürwahr!
Ist die Geschichte aus dem letzten Jahr:
Da legte sich mir zu im Traum.
Ein Engel an den Apfelbaum.
Erst schwieg er grausam lang für mich.
Als dann er über die Augen mir strich.
Ich weiß noch genau,
Er sagte zu mir:
„Du! Trauriges Kind, dass da liegt im Frühling so lau!
Ich will die Muse deiner sein
So wie der klare Apfelwein!“
Ich gewahr ihm seinen Wunsch
Fortan wir woben so manches Gespinn
Die Feder tanzte des Nächtens dahin.
Die Worte flossen dem Riesling empor
Und ich sang dem Engel ein Liedlein vor.
Was wäre nur geschehen,
hätte ich den Engel nicht gesehen?
Was, oh was, was wär’ mir passiert,
Hätte ich die Zweige im Wind nicht studiert?
Wir liefen zusammen in den Wald hinein.
Blieben so lang am trauten Hain.
Wir lachten und sangen
Die Nächte zierten unsre’ blassen Wangen.
Doch dann kam der Tag,
An dem der Engel seiner Sehnsucht erlag.
Er erhob sich in dem holden Schein
Und ließ mich mutterseelenallein.
Breitete die feuerroten Schwingen
Ich höre ihn noch heute singen.
Denn Wein und Geist
Einem Engel nichts Gutes verheißt.
Weingeist.

Poetry + Photography by Ludowika

© Ludowika

Der Muse letzter Wille

Veröffentlicht in Art, Gestört, In Vino Veritas, Photography, Poetry bei April 23, 2008 von ludowika

Poetrty + Photography by Ludowika

Ich gewähre dir noch einen Wunsch.
Damit du schlafen kannst
Und sich deine Augen schließen.
Damit die Schmerzen enden schnell
Sich Tränen über deinem Bett ergießen.
Oh, du einst so holde Maid,
Was widerfuhr dir? Welches Leid?
Deine Schönheit ist längst verblasst
Und deine Brust hat lange niemand angefasst.
So hold du warst,
So bist du jetzt
Ein hässlich Weibe
Mit einem vertrocknetem alten Leibe.
Komm alte Muse!
Sag mir schnell!
Draußen wird es langsam hell
Und du atmest schon so schwer.
Was ist dein allerletztes Begehr?
Ich bin bei dir
Du kannst dir sicher sein,
Ich vertreibe mir die Zeit mit Wein.
Selbst an deinem Grabstein.
Der Muse letzter Wille
Ist die gottverdammte Totenstille

Im Auge des Betrachters

Veröffentlicht in Art, Gestört, Photography, Poetry bei April 17, 2008 von ludowika

Die kranke Muse

Von Charles Baudelaire; Foto von und mit Ludowika
“Du arme Muse, ach! Was fehlt dir heute, sprich?
Dein hohles Auge ist voll nächtlicher Visionen,
Auf deinem Angesicht, abwechsend sehe ich
Den Wahnsinn und die Angst in kaltem Schweigen wohnen.
Hat blaß das Lustgespenst und dreist der Kobolt dich
Versucht mit Schrecken und mit Liebe zu belohnen?
Welch Alpdruck tauchte dich so wüst und fürchterlich
In ein Minturnae der verrufenen Zauberzonen?
Ich hätte dir gewünscht, dass aus gesunder Kraft
Dein Busen immerzu erlauchte Werke schafft,
Dein christlich Blut sollt sich in festem Takt ergießen,
So wie die Rhytmen der antiken Verse fließen,
Wo Phoebus, dem die Kunst des Sängers untertan,
Wie auch der Ernte Herr regiert, der große Pan.”