Archiv nach Kategorie "Poetry"

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Poetry, Writing bei Juni 10, 2008 von ludowika

Ach, zur Sorge ich gestehe,

Nun auch nach Exzess erflehe,

Wie kann es anders sein?

Landwein!

Durch die Lippen wunderbar,

Auch dein herrlich schönes Haar

Riechen müssen,

Um dich nicht zu küssen.

Ich darf dich nicht küssen.

Ja, ich weiß, ich darf es ja

Jedoch ist es hier und da

In der allertiefsten Stille

Mein Wille.

Um dich nicht zu küssen.

Ich will dich nicht küssen.

Ich will dir nicht in die Augen sehen müssen.

Das wirst du mir büßen!

So auch nach Exzess erflehe

Wenn ich bald auch nicht mehr stehe.

Im allertiefstem Mondenschein

Landwein!

© Ludowika

ganz klein

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry, Writing bei Juni 8, 2008 von ludowika

Es gibt da Tage

An denen ich mich fühle

So klein.

Ganz klein

Ameisenklein.

So winzig, dass du mich nicht sehen kannst.

Dass da warte ich vor deiner Türe.

Am Telefon.

Aber du übersiehst mich. Klar!

Es gibt da Tage an denen ich mich fühle

Wie ein Sandkorn unter Riesen.

Wäre gern die Wimper in deinem Auge,

Damit ich wenigstens kann stören

Dein Gott verdammtes Dasein!

Wäre gern die Flamme deiner Kerze,

Damit ich kann nehmen, dir das Licht.

Wäre gern eine Fliege,

Umschwirre deine Atemzüge.

Doch ich bin, ach ich bin,

Vor deiner Türe.

Am Telefon.

Irgendwo.

So klein.

Ameisenklein.

So winzig, dass du mich nicht sehen kannst.

Und mich übersehen musst.


© Ludowika

Die Welt ist der größte Abort

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry, Writing bei Juni 5, 2008 von ludowika

Welt aka Abort

© Ludowika

Blutendes Weiberherz

Veröffentlicht in Gestört, Poetry bei Mai 26, 2008 von ludowika
Abschied aus Germanien

Zum 1000 Male schon,

Ich bin es längst gewohnt,

Blutet mir im stillen Schmerz

Mein gottverdammtes Weiberherz.

Dir, wilde Seele, will ich allein

Brennender Geselle sein.

Ich will den Kindern dein genügen,

Würde für dich fromme Menschen anlügen.

Dein Dorn, in finstrer’ Herzenseck’

Sei mir für alle Zeit Versteck.

Deine Augen lügen nicht,

Sie fielen dir aus dem Gesicht.

Wenn du leis’ die Stunden zählst

Und irgendwo ein Herz zu Tode quälst.

© Ludowika

Blutendes Weiberherz II

Veröffentlicht in Gestört, Poetry bei Mai 21, 2008 von ludowika

Mir blutet das Herz,

Denn ich fahre dahin.

Der bittersüße Weheschmerz

Sei mir Gewinn.

Ich sehe deine jungen Augen weinen,

Sehe den Abschied durch sie in mir scheinen.

Deine Mutter nimmt dich an der Hand.

Ich fahre leider in ein fernes Land.

Dein Lachen ist den Tränen gewichen.

Warum nur, warum, muss ich auf dich verzichten?

Die Mutter zieht dich an sich heran,

Weil auch sie mich nassen Auges nicht ziehen lassen kann.

Ich fahre hernieder, ruf dir zu:

„Ich komme bald wieder!“

Als der Zug sich bewegt,

Mein Herz noch etwas schneller schlägt.

Von dir, mein Kind, zu scheiden,

Lässt mich großen Verlust erleiden.

Der einzige Trost der mir sei:

Ihr habt einander, doch ich bin allein.

P.S.: Lasse keinen Abschiedsschnee in deine treuen Kinderaugen… ade…

© Ludowika

Trost schenken

Veröffentlicht in Gestört, Photography, Poetry bei Mai 14, 2008 von ludowika
Von Till Lindemann:
“Ich hätte Kerzen angebrannt
doch das Licht es fiel mir aus der Hand
die Flammen stiegen ungeheuer
und deine Haare fingen Feuer
ein kleines Boot im Flammenmeer
kein Land in Sicht nicht Feuerwehr”
Von Ludowika:
“Du bist allein, ich weiß.
Ich bin bei dir. Gedanklich.
Das weißt du auch.
Du weinst auf meine Schulter.
Ich halte dich.
Du kannst dir sicher sein.
Auch wenn Stunden uns
Entzweien.
Ist meine Schulter feucht von Tränen.”

Ludowika’s Schulter:

Lisbeth

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Mai 13, 2008 von ludowika

Nur du bist die Eine

Der bis heute ich Tränen weine.

Der Nächte ich wach gelegen

Und der ich folge auf allen Wegen.

Mich gefragt, warum du nur gegangen

Ach weh!

Weshalb trennten uns die Ländereien nachdem ich dich eingefangen?

Ich schreibe dir aus vollem Herz,

Aus nassem Auge und wehem Schmerz,

Aus wilder Sehnsucht und finstrem Tale,

Heiß und innig Mal für Male,

Aus Liebeskummer und noch mehr!

Ohne dich ist mein Leben leer.

Deinem Liebreiz und anderen Waffen

Habe ich für immer einen Schrein in mir geschaffen.

Du bist zu gut für diese Welt

Doch wenn wieder ein Engel fällt

Will ich, egal ob Schmerz, ob Pein,

Tag und Nacht an seiner Seite sein.

© Ludowika

Der Schönheit ein Loblied

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Poetry bei Mai 9, 2008 von ludowika

Von Charles Bodelaire - Auszüge

“Dein Blick zugleich höllisch und göttlich rein
Giesst durcheinander die Wohltaten aus und die Sünden
Und deshalb sollst du dem Weine verglichen sein!” [...]

“Enttauchst du dem Abgrund oder entschwebst du den Himmeln
Der Dämon folgt gefüg deiner Zauberkraft -
Du lässest nach Laune, Freude und Unheil wimmeln
Du lenkest alles und nie gibst du Rechenschaft.

Du trittst über Tote - o Schönheit - und höhnst unsre Leiden
Die Schrecknis ist dir ein Schmuck der dich reizvoll umschmiegt
Der Mord ist das liebste dir unter allen Geschmeiden
Das schmeichelnd an deinem stolzen Leibe sich wiegt.

Der Falter flattert geblendet hinauf zu dir - Kerze!
Er knistert und spricht verbrennend : ich segne dich Licht!
Es beugt sich - ein Sterbender der sein Grabmal Herze
Der Liebende zuckend auf seiner Geliebten Gesicht.

Komm du nur aus Himmel aus Hölle - gleichviel welchen Orten!
O Schönheit bald maasslos erschrecklich und bald wie ein Kind!
Erschliesst nur dein Lächeln dein Blick und dein Fuss mir die Pforten
Des Alls das ich liebe, die stets mir verschlossen sind!

Ob Gott oder Satan, ob Engel oder Sirene:
Mach nur - samt-äugige Zauberin - dass nicht zu sehr
- O Klang, Duft und Licht! O Herrin die ich ersehne! -
Die Erde mir hässlich ist und der Augenblick schwer!”

Von der Muse geküsst

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Mai 5, 2008 von ludowika

Die Muse küsst. Im Tale. Bei Sturm.

Wie so reizend.

Ein Tropfen Wein

An ihrem Schlüsselbein.

Feuchter Tau an den Blättern.

Und Kunde vom Kapaun.

In der Ferne ein Sonnenstrahl.

Ein Regenbogen. Wächst.

Die Muse küsst. Im Walde. Bei Regen.

So nass. Die Sinne treiben davon. Wie.

Eichelheer und Specht.

Und schlagen sich die Köpfe.

Nebel im Wald. Hirschkäfer.

Gelächter im Geäst.

Und über den Wolken

Wartet der nächste Sturm.

Die Muse küsst. Am Abhang. In Hitze.

Ach, wie so oft

Scheiden muss ein jeder.

Auch der Wink mit dem Zaunpfahl.

© Ludowika

Am Ende der Nacht

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Music, Poetry, Video bei Mai 5, 2008 von ludowika

Durch die Gezeiten streift

Mein Weg

Deine nassen Augen

Brauchen Nähe, sagen so viel

Reden so wenig.

Und denken nicht mit.

Ich warte auf dich

Am Ende der Nacht.

Ich warte auf dich

Am Ende der Nacht.

Ich warte auf dich

Am Ende der Nacht.

Bis wir, wie hungrige Sterne

Gefallen sind

Dann wirst auch du

Mein Sorgenkind.

Blind.

Denn durch die Gedanken

Sehen wir beide

Was uns tatsächlich berührt

Und gleichzeitig fesselt.

In me omnis spes mihi est.

In memoriam alter idem.