Trost schenken

Veröffentlicht in Gestört, Photography, Poetry bei Mai 14, 2008 von ludowika
Von Till Lindemann:
“Ich hätte Kerzen angebrannt
doch das Licht es fiel mir aus der Hand
die Flammen stiegen ungeheuer
und deine Haare fingen Feuer
ein kleines Boot im Flammenmeer
kein Land in Sicht nicht Feuerwehr”
Von Ludowika:
“Du bist allein, ich weiß.
Ich bin bei dir. Gedanklich.
Das weißt du auch.
Du weinst auf meine Schulter.
Ich halte dich.
Du kannst dir sicher sein.
Auch wenn Stunden uns
Entzweien.
Ist meine Schulter feucht von Tränen.”

Ludowika’s Schulter:

Lisbeth

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Mai 13, 2008 von ludowika

Nur du bist die Eine

Der bis heute ich Tränen weine.

Der Nächte ich wach gelegen

Und der ich folge auf allen Wegen.

Mich gefragt, warum du nur gegangen

Ach weh!

Weshalb trennten uns die Ländereien nachdem ich dich eingefangen?

Ich schreibe dir aus vollem Herz,

Aus nassem Auge und wehem Schmerz,

Aus wilder Sehnsucht und finstrem Tale,

Heiß und innig Mal für Male,

Aus Liebeskummer und noch mehr!

Ohne dich ist mein Leben leer.

Deinem Liebreiz und anderen Waffen

Habe ich für immer einen Schrein in mir geschaffen.

Du bist zu gut für diese Welt

Doch wenn wieder ein Engel fällt

Will ich, egal ob Schmerz, ob Pein,

Tag und Nacht an seiner Seite sein.

© Ludowika

Der Schönheit ein Loblied

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Poetry bei Mai 9, 2008 von ludowika

Von Charles Bodelaire - Auszüge

“Dein Blick zugleich höllisch und göttlich rein
Giesst durcheinander die Wohltaten aus und die Sünden
Und deshalb sollst du dem Weine verglichen sein!” [...]

“Enttauchst du dem Abgrund oder entschwebst du den Himmeln
Der Dämon folgt gefüg deiner Zauberkraft -
Du lässest nach Laune, Freude und Unheil wimmeln
Du lenkest alles und nie gibst du Rechenschaft.

Du trittst über Tote - o Schönheit - und höhnst unsre Leiden
Die Schrecknis ist dir ein Schmuck der dich reizvoll umschmiegt
Der Mord ist das liebste dir unter allen Geschmeiden
Das schmeichelnd an deinem stolzen Leibe sich wiegt.

Der Falter flattert geblendet hinauf zu dir - Kerze!
Er knistert und spricht verbrennend : ich segne dich Licht!
Es beugt sich - ein Sterbender der sein Grabmal Herze
Der Liebende zuckend auf seiner Geliebten Gesicht.

Komm du nur aus Himmel aus Hölle - gleichviel welchen Orten!
O Schönheit bald maasslos erschrecklich und bald wie ein Kind!
Erschliesst nur dein Lächeln dein Blick und dein Fuss mir die Pforten
Des Alls das ich liebe, die stets mir verschlossen sind!

Ob Gott oder Satan, ob Engel oder Sirene:
Mach nur - samt-äugige Zauberin - dass nicht zu sehr
- O Klang, Duft und Licht! O Herrin die ich ersehne! -
Die Erde mir hässlich ist und der Augenblick schwer!”

Von der Muse geküsst

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Mai 5, 2008 von ludowika

Die Muse küsst. Im Tale. Bei Sturm.

Wie so reizend.

Ein Tropfen Wein

An ihrem Schlüsselbein.

Feuchter Tau an den Blättern.

Und Kunde vom Kapaun.

In der Ferne ein Sonnenstrahl.

Ein Regenbogen. Wächst.

Die Muse küsst. Im Walde. Bei Regen.

So nass. Die Sinne treiben davon. Wie.

Eichelheer und Specht.

Und schlagen sich die Köpfe.

Nebel im Wald. Hirschkäfer.

Gelächter im Geäst.

Und über den Wolken

Wartet der nächste Sturm.

Die Muse küsst. Am Abhang. In Hitze.

Ach, wie so oft

Scheiden muss ein jeder.

Auch der Wink mit dem Zaunpfahl.

© Ludowika

Am Ende der Nacht

Veröffentlicht in In Vino Veritas, Music, Poetry, Video bei Mai 5, 2008 von ludowika

Durch die Gezeiten streift

Mein Weg

Deine nassen Augen

Brauchen Nähe, sagen so viel

Reden so wenig.

Und denken nicht mit.

Ich warte auf dich

Am Ende der Nacht.

Ich warte auf dich

Am Ende der Nacht.

Ich warte auf dich

Am Ende der Nacht.

Bis wir, wie hungrige Sterne

Gefallen sind

Dann wirst auch du

Mein Sorgenkind.

Blind.

Denn durch die Gedanken

Sehen wir beide

Was uns tatsächlich berührt

Und gleichzeitig fesselt.

In me omnis spes mihi est.

In memoriam alter idem.

Nick Cave & The Bad Seeds - (Are You) The One

Veröffentlicht in Gestört, Music, Video bei Mai 2, 2008 von ludowika

Veröffentlicht in Gestört, Poetry bei Mai 2, 2008 von ludowika

© Ludowika

WennichsowäreWieichwillDannwäreichsoWieich

wäreWennichbinWieichwill

Es hat den Anschein nichts ist so wie es scheint, wenn es so wäre wie ich will, dass es den Anschein macht so zu sein wie es ist. Es würde mir den Anschein machen zu blenden, wenn es so scheint wie es ist, dass ich den Schein wahre so zu sein wie man mich haben will. Dann hätte es zumindest den Schein gewahrt, so zu sein wie es sein soll, wenn es so ist wie es den Anschein hat. Aber ich weiß, nichts ist so wie es ist wenn es so sei, wie es wäre wenn es den Anschein mache so zu werden wie man es haben will. Doch es ist im Augenschein des wahren Seins so gewahrt, dass man nicht sieht was es ist, wenn es so aussieht als wäre es das was es sein sollte. So bleibt es der Anschein eines Wollens und sich Biegens so zu bleiben wie man sei, wenn man wäre wie man sein sollte so zu sein, sodass es ist wie es sein soll. Als hätte man sich ganz verschaut, wenn man sich dreht und wendet und den Anblick eines wahren Anscheins angedacht. Da legt man gleich den Willen ab, so zu sein wie es den Anschein macht, dass es so bleibt wie es ist, wenn man will, das es so sei, wie es wäre, wenn ich bin wie ich will.

So wie es ist, ist es so wie es sein muss.

Mfg Ludowika

Weingeist

Veröffentlicht in Art, In Vino Veritas, Photography, Poetry bei Mai 2, 2008 von ludowika

Ich kann dir eine Geschichte erzählen
Von Drachen und so anderem Getier.
Doch wahr. Fürwahr!
Ist die Geschichte aus dem letzten Jahr:
Da legte sich mir zu im Traum.
Ein Engel an den Apfelbaum.
Erst schwieg er grausam lang für mich.
Als dann er über die Augen mir strich.
Ich weiß noch genau,
Er sagte zu mir:
„Du! Trauriges Kind, dass da liegt im Frühling so lau!
Ich will die Muse deiner sein
So wie der klare Apfelwein!“
Ich gewahr ihm seinen Wunsch
Fortan wir woben so manches Gespinn
Die Feder tanzte des Nächtens dahin.
Die Worte flossen dem Riesling empor
Und ich sang dem Engel ein Liedlein vor.
Was wäre nur geschehen,
hätte ich den Engel nicht gesehen?
Was, oh was, was wär’ mir passiert,
Hätte ich die Zweige im Wind nicht studiert?
Wir liefen zusammen in den Wald hinein.
Blieben so lang am trauten Hain.
Wir lachten und sangen
Die Nächte zierten unsre’ blassen Wangen.
Doch dann kam der Tag,
An dem der Engel seiner Sehnsucht erlag.
Er erhob sich in dem holden Schein
Und ließ mich mutterseelenallein.
Breitete die feuerroten Schwingen
Ich höre ihn noch heute singen.
Denn Wein und Geist
Einem Engel nichts Gutes verheißt.
Weingeist.

Poetry + Photography by Ludowika

© Ludowika

Die Muse lacht

Veröffentlicht in Art, In Vino Veritas, Poetry, Uncategorized bei April 29, 2008 von ludowika

Poetry by Ludowika

Warum bist du
Einfach so
Nicht herzlich froh
Mit deinen Gedanken irgendwo?
Du warst verspielt
Und lüstern weiß ich noch
Komm, sprich du falsche Muse ach!
Komm, falsche Muse, lach!
Wirf doch dein Haar
Und spiele mir
So manche Symphonien vor.
So im Tanze verwischt sich
Dein Liedstrich.
Halte doch die Zigarettenkippe
An deiner vollen Unterlippe.
Ich male dich,
Wie einst du mich
Und dein Liedstrich
Verwischt sich.
Ach, du falscher Schwan
Bist ein komplizierter Mann!
Mit mir so verwandten
Ecken und Kanten.
Komm falsche Muse
Sieh nicht weg
Sieh ein
Bereite dein Gespinst
Über mich und kühlem Wein!
© Ludowika

Profane Statistik

Veröffentlicht in Gestört bei April 28, 2008 von ludowika

Muss ich mir deshalb Sorgen machen? ;)